Der Lebensweg geht nur scheinbar
verschlungene Pfade
Der Lebensweg
geht nur scheinbar
verschlungene Pfade

ÜBER MICH

Mein Lebensweg

Ungefähr mit 18 Jahren begann meine Suche nach mehr Tiefe in meinem Leben. Ich fing an mich mit Religion zu beschäftigen, und da es in Berlin ein leichtes ist, suchte ich Orte verschiedenster Religionsgemeinschaften auf und informierte mich über ihre Glaubensvorstellungen und Praktiken.

Gleichzeitig begann ich eine Ausbildung als evangelischer Religionslehrer. Bei Recherchen zu einer Facharbeit lernte ich die Abtei Münsterschwarzach und eine Gruppe junger Benediktinermönche kennen. Diese begannen gerade Kurse anzubieten, die neben christlichen Inhalten, Elemente aus der Arbeitsweise von Karlfried Graf Dürckheim beinhalteten. Dazu gehörte auch Zazen. Eine spätere Ausbildung als Diakon vertiefte mein theoretisches Wissen zwar, doch das eigentliche für mich war weiterhin Erfahrungen im Zazen zu machen.

Anfang der 80er Jahre, ich arbeitete in einer Berliner Kirchengemeinde als Diakon, begegnete ich den Lehren von Bhagwan Shree Rajneesh (Osho). Ich fühlte mich sehr angezogen von der Idee, Spiritualität ist kein Gegensatz zum alltäglichen Leben, sondern Grundlage von Leben. Auch schien mir die Lebensweise seiner Sannyasins im Aschram und ihren Betrieben genau dem zu entsprechen, was ich dachte.

Da zu diesen Zeiten in der evangelischen Kirche Meditation nur von ganz wenigen Pfarrern, die selbst auch sehr skeptisch angesehen waren, unterstützt wurde, machte ich mich als Tennislehrer selbstständig.

Nach etwa 10 Jahren wechselte ich in den Bereich der Einzelbetreuung von Menschen mit Behinderung, was 2001 zur Erweiterung mit der pferdegestützten Arbeit führte. Diese war von mir aber von Anfang an auch als Selbsterfahrungsmöglichkeit für alle anderen Menschen angedacht.

Meine berufliche Laufbahn begann aber als Schiffsjunge. Wegen einer Wirbelsäulenschwäche musste ich nach kurzer Zeit diesen Weg beenden. Es folgten viele Stationen von Ausbildungen, Kursen und Arbeitsverhältnissen, die alle in unterschiedlichster Weise zu meiner Entwicklung beigetragen haben. Neben oben schon erwähnten u. a. noch eine als Erzieher und eine Zusatzausbildung zum Sozialpädagogen. Aber auch mein grandioses Scheitern als Galerist gehört im Nachhinein dazu.

Ich habe schon in jungen Jahren begonnen zu reisen. Die meisten davon selbst organisiert. 2002 zog ich aufs Land in ein kleines Dorf südlich von Berlin. Hier lebe ich mit meinen Pferden und Katzen im ständigen Kontakt mit der Natur, was für mich eine wichtige Lebensqualität ist.

Im Laufe meines Lebens habe ich einen Entwicklungsprozess durchlaufen, der mich vom Ausgangspunkt eines zwar voller Abenteuerlust steckenden aber völlig desorientierten Menschen hin zu Einsicht, Klarheit und Vertrauen in meinen Lebensweg gebracht hat. Dieser Weg führte mich oft scheinbar abwegige Pfade mit immer neuen Schwierigkeiten und Krisen oft vor neue Barrieren.

Heute weiß ich um all die Zusammenhänge der gemachten Erfahrungen und kann sie sinnvoll für mein heutiges Leben nutzen und sehe alle Stationen als Teil eines Wandlungsprozesses. Oft kam Hilfe und Unterstützung von außen, aber oft auch von irgendwann plötzlich auftauchenden Inspirationen. Heute weiß ich wie es möglich ist sich gezielt dafür zu öffnen.

Ich habe oft genug erlebt, wie es sich anfühlt, wenn es scheinbar nicht weiter geht oder Zweifel über den Sinn des eigenen Seins an einem nagen. Genauso habe ich aber die Erfahrung gemacht, wie es ist, wenn jemand da ist, der weiterhelfen kann. Dieses und das Wissen um die Möglichkeiten durch Krisen zu neuen Zielrichtungen zu kommen, aber auch das Wissen um die Notwendigkeit der Weiterentwicklung des Menschen ist die Grundlage meiner Motivation für meine Angebote.

Ich habe in meinem Leben diverse Ausbildungen mit Abschlüssen gemacht. Zertifikate haben gewisse Berechtigung, sagen jedoch nichts über die Seinsqualität eines Menschen aus. Auch betrachte ich mich als ein lebenslang Lernender, der immer wieder bei Neuem am Anfang steht.

Gerd Walter schreibt:
„Man hat mir den Titel eines Zen-Lehrers, Roshi, und den des Shihans (einem Lehrer der Lehrer) des Aikido gegeben. Doch ich akzeptiere es nicht, das Da-Sein wo man ist als Meisterschaft zu interpretieren.

Leben ist bewusst, und bewusstes Sein ist grundlegend reflexiv, und das gänzlich ohne mein Zutun. Auch die vermeintliche Meisterschaft im Aikido beruht auf nichts anderem, als auf natürliche Bewegung und freiem Handeln.

Das Leben, also der Organismus der ich bin, ist die Antwort auf die Schwerkraft. Ich nehme mich und die Welt wahr, und erkenne mich in meinem Erkennen, das ist alles.“

Die Verbindung von Spiritualität und Alltag. Als ich mit ca. 18 Jahren begann mich für Spiritualität und Religion zu interessieren war für mich klar, wenn dieses nichts mit dem normalen Leben zu tun hat, und hilft es für den Einzelnen wie auch für die Welt zu verbessern, sondern nur aus der Welt führt, ist es nichts für mich. Ich begegnete aber gleich in den Büchern Karlfried Graf Dürckheims und später auch bei verschiedenen anderen Autoren der Sichtweise einer untrennbaren Zusammengehörigkeit beider Bereiche. Sie begründeten diese Sichtweise auch mit ihren Erfahrungen in verschiedenen meditativen Praktiken. Gleichzeitig betonen sie aber auch, dass diese Übungen nur dazu dienen eine Haltung einzuüben die im Alltag umgesetzt und sich bewähren muss.

Aus meinen eigenen Erfahrungen weiß ich, wie verändernd für sich selbst aber auch für das mit der Welt sein solch eine Haltung des Einsseins mit dem Leben, das Kraft und wacher, offener Geistes ist. Dazu braucht es aber keine Dogmen und Rituale. Am deutlichsten wird dies im Zen, weshalb ich das Zazen (Sitzen ohne Inhalt) als eine Methode benutze. Diese Haltung zu vermitteln ist meine Motivation.

Dafür sind Offenheit und Unvoreingenommenheit für neue Erfahrungen, ein respektvolles Begleiten und Miteinander im Prozess Voraussetzung für ein Gelingen der Arbeit.

In meinem Verständnis ist Leben immer auf Entwicklung ausgerichtet, dies auch im Alter und auch im Sterben. Diese Entwicklung zielt sowohl auf die des Einzelwesens als auch die der sozialen Gemeinschaft. So geht es bei meiner Arbeit auch immer um die Entwicklung beider Bereiche. Aber ich unterstelle dem Leben in seinem Vorwärtsdrang immer auch eine sinnvolle Richtung einzuschlagen. Dem Erfahrungshorizont beim Üben der von mir angebotenen Methoden inhärent, ist das Wahrnehmen einer inneren, eigenen moralischen Instanz.

Diese lässt weder destruktives, ungerechtes noch ausbeuterisches Verhalten zu. Denn dieser Instanz, und nicht aufgesetzten Normen und Regel zu vertrauen und zu folgen, ist eine wesentliche Grundhaltung von Authentizität, aber auch der Verbindung ins Transpersonale. Aber um dem entsprechend auch zu leben, wird ein intaktes Selbstwertgefühl gebraucht. Diese Authentizität helfen zu finden, ihr zu vertrauen, sie zu stärken und den Prozess der Bewährung im Alltag, auch gegen Widerstände, zu unterstützen, sowie die gewonnene Stärke für das Wohl und die Weiterentwicklung der Welt einzusetzen, sind die wesentlichen Ziele meiner Arbeit.

Der Umgang mit Pferden erfordert eine klare Präsenz und trotz der Notwendigkeit immer die ranghöhere Position einzunehmen, auch Ruhe und Gelassenheit.

Aber auch im einfachen Zusammensein mit ihnen stellt sich Ruhe und Frieden ein. Auf dem Pferd sitzend, geführt zu werden verhilft, sich vertrauensvoll dem Erlebnis des Getragenseins hinzugeben. All diese Erfahrungen lassen sich in den Alltag übertragen und führen zu einem Vertrauen in die eigenen Kräfte und zu einer Stärkung des Selbstbewusstseins.

Neben meinen beruflichen Ausbildungen habe ich in vielen Kursen, Weiterbildungen (u.a. Initiatische Therapie nach Karlfried Graf Dürckheim bei verschiedenen Wegbegleitern, Pferdegestützte Pädagogik und Therapie, Zen-Projekt für Therapeuten bei Gerd Walter Roshi) und vielen persönlichen Begegnungen einen Wandlungsprozess durchlaufen, der mich durch tiefe existenzielle Erfahrungen geführt hat. Ergänzt wurde dieser durch Lektüre vieler Autoren, die mich doch immer wieder in dieselbe Richtung führten.

Als die wesentlichsten und in etwa der zeitlichen Reihenfolge der Begegnung seinen hier erwähnt: Karl Fried Graf Dürckheim, C.G. Jung, Teilhard de Chardin, Stanislav Grof, Lama Anagarika Govinda, Sri Aurobindo, Friedrich Weinreb, Fritjof Capra, Amit Gioswami, David Bohm, Dr. David R. Hawkins.

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